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ANLEIHEGLÄUBIGERABSTIMMUNG

Die VEDES AG fordert sämtliche Inhaber der Anleihe 2017/2022 (ISIN: DE000A2GSTP1) zur Stimmabgabe in einer Abstimmung ohne Versammlung gemäß § 18 SchVG im Zeitraum vom 24. Juli 2021 um 0:00 Uhr bis zum 26. Juli 2021 um 24:00 Uhr auf. Die Beschlussvorschläge umfassen eine Verlängerung der Anleihe 2017/2022 zu einem angepassten Zinssatz von 3,5 % p.a. und sonst gleichen Anleihebedingungen – insbesondere unter Beibehaltung der Sicherheit – bis zum 17. November 2026 sowie die Anpassung der vorzeitigen Rückzahlung nach Wahl der VEDES.

 

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Hintergrund der Aufforderung zur Abstimmung ohne Versammlung und der Beschlussvorschläge

Die VEDES verfügt dank eines vorausschauenden und erfolgreichen Managements der Pandemie-Auswirkungen weiterhin über ein starkes wirtschaftliches Fundament, das durch eine stille Beteiligung der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH (BayBG) in Höhe von 5 Mio. Euro weiter verbessert werden soll. Dazu ist geplant, die bestehende 25 Mio. Euro Anleihe 2017/2022 zu einem angepassten Zinssatz von 3,5 % p.a. bis 2026 zu verlängern, um den bewährten Zugang zum Kapitalmarkt zu erhalten, und bis spätestens zum 17. November 2021 entweder durch eine Teilrückzahlung oder durch einen Rückerwerb auf 12,5 Mio. Euro zu reduzieren.

Starkes wirtschaftliches Fundament

Die VEDES hat im Zuge der Corona-Pandemie frühzeitig erfolgreiche Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Sicherung der Liquidität in die Wege geleitet. Durch eine signifikante Reduzierung des Warenbestandes konnte der operative Cashflow im Geschäftsjahr 2020 deutlich von 5,7 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro gesteigert werden. Die Zahlungsmittel erhöhten sich von 7,2 Mio. Euro auf 19,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2020. Zudem bestanden keine Bankverbindlichkeiten. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg von 6,9 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro. Ohne die bilanzielle, nicht liquiditätswirksame Firmenwert-Abschreibung im Großhandel in Höhe von 4,2 Mio. Euro hätte die VEDES nicht nur ein deutlich positives operatives Ergebnis, sondern auch ein signifikant positives Jahresergebnis 2020 von 3,3 Mio. Euro erzielt.

2021 konnte die VEDES im 1. Quartal signifikante Umsatz- und Ertragssteigerungen gegenüber der Vorjahresperiode, die noch kaum von der Pandemie beeinflusst war, erzielen. Diese gute Entwicklung setzte sich auch im 2. Quartal fort, so dass im gesamten 1. Halbjahr die Planungen deutlich übertroffen wurden. Zum 30. Juni 2021 verfügte die VEDES über freie liquide Mittel in Höhe von ca. 13,5 Mio. Euro.

Intakte Wachstumspotenziale im resilienten Spielwarenmarkt

Einmal mehr erweist sich die Spielwarenbranche im Vergleich zu anderen Handelsbranchen als krisenresistent. Das wird auch in Zukunft so bleiben, denn am Kind wird zuletzt gespart. Die VEDES wird im Rahmen ihrer Omnichannel-Strategie die Digitalisierung im mittelständischen Spielwarenfachhandel weiter vorantreiben. Hier wirkt die Pandemie eindeutig als Evolutionsbeschleuniger. Pandemiebedingte Änderungen des Konsumentenverhaltens können heute und in Zukunft für den Spielwarenmarkt und die VEDES sogar zusätzliche positive Impulse auslösen. Nachdem die VEDES 2020 weiterhin einen operativen Gewinn erzielte, wird das Unternehmen 2021 die operative Ertragskraft erneut steigern und nach Wegfall der einmaligen Sondereffekte auch bilanziell in die Gewinnzone zurückkehren. Darüber hinaus bleiben die mittelfristigen Geschäftsaussichten positiv, so dass das Ergebnis in den kommenden Jahren deutlich und nachhaltig wachsen wird.

•  Langfristige stille Beteiligung der BayBG bietet die strategische Chance einer zusätzlichen deutlichen Stärkung der Eigenkapitalbasis

Die stille Beteiligung der BayBG ist nachrangig zu den Ansprüchen der anderen (erstrangigen) Gläubiger der VEDES AG (somit auch der Inhaber der Anleihe 2017/2022) und daher als wirtschaftliches Eigenkapital aus Sicht der anderen Fremdkapitalgeber zu qualifizieren. Dadurch bietet sich dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Kapitalkraft zusätzlich zu stärken und seine Bonität weiter zu verbessern. Mit der BayBG gewinnt die VEDES einen renommierten und erfahrenen Finanzierungspartner, der sich langfristig bis zum 31. Dezember 2028 und somit deutlich über die geplante neue Anleihe-Laufzeit hinaus verpflichtet hat.

Die Finanzierungszusage der BayBG steht unter dem Vorbehalt, dass der VEDES ein erweiterter Kontokorrentrahmen von insgesamt 5 Mio. Euro zur Verfügung steht und dass die ausstehende Anleihe 2017/2022 in Höhe von 12,5 Mio. Euro bis zum 17. November 2026 verlängert wird. Sollten diese Bedingungen nicht bis zum 30. September 2021 erfüllt sein, steht der BayBG ein Rücktrittsrecht vom Vertrag zu.

In Bezug auf den Kontokorrentrahmen liegt bereits die mündliche Zusage eines Kreditinstituts vor. In Bezug auf die 5,0 % Anleihe 2017/2022 hat der Vorstand beschlossen, diese zu einem angepassten Zinssatz von 3,5 % p.a. und sonst gleichen Anleihebedingungen – insbesondere unter Beibehaltung der Sicherheit – bis zum 17. November 2026 zu verlängern. In diesem Zusammenhang verpflichtet sich die VEDES, bis spätestens zum 17. November 2021 (vorbehaltlich einer Verlängerung) den Nennbetrag der Anleihe entweder durch Teilrückzahlung oder durch einen Rückerwerb von aktuell 25 Mio. Euro auf 12,5 Mio. Euro zu reduzieren. Zudem soll eine vorzeitige Rückzahlung des reduzierten Anleihevolumens durch VEDES erst wieder ab November 2024 möglich sein.

•  Weiterhin attraktive Anlagemöglichkeit für die bestehenden Anleihegläubiger

Die sehr komfortable Liquiditätslage gibt der VEDES die Möglichkeit, ihre 25 Mio. Euro Anleihe 2017/2022 vorzeitig teilweise zurückzuzahlen. Das Unternehmen verfügt über eine makellosen Track-Record und möchte sich den bewährten Zugang zum Kapitalmarkt auch weiterhin erhalten. Daher beschränkt sich die VEDES ganz bewusst auf eine Reduzierung des ausstehenden Nennbetrags der Anleihe um 50 %, während die Laufzeit für die verbleibenden 12,5 Mio. Euro entweder durch eine Teilrückzahlung oder durch einen Rückerwerb um weitere vier Jahre bis 2026 verlängert werden soll. Dadurch will das Unternehmen den bestehenden Anleihegläubigern im aktuellen Zinsumfeld eine weiterhin attraktive Anlagemöglichkeit bieten.

Die geplante Anpassung des Kupons steht im Einklang mit der kontinuierlichen Verbesserung des Chance-Risiko-Profils der VEDES, mit der spürbaren Stärkung der Eigenkapitalbasis und stetig abnehmenden Finanzierungskosten (Anleihen-Zinssätze) in der langjährigen Kapitalmarkthistorie der VEDES sowie mit der tatsächlichen durchschnittlichen Rendite der Anleihe 2017/2022 während des vergangenen Jahres bei Kursen deutlich oberhalb von 100 %.

•  „Anleihegläubigerversammlung mal völlig anders“

Die VEDES verfügt bereits über ein starkes wirtschaftliches Fundament, das durch die stille Beteiligung der BayBG eigenkapitalseitig nochmals deutlich verbessert wird. Das Unternehmen ist in keiner Weise von dieser Finanzierung abhängig, denn sie wird auch ohne die stille Beteiligung der BayBG das Ergebnis in den kommenden Jahren signifikant und nachhaltig steigern. Allerdings soll diese Chance auch im Sinne der Anleihegläubiger und der dann weiterhin börsennotierten Anleihe im reduzierten Volumen von 12,5 Mio. Euro genutzt werden, um das Chance-Risiko-Profil durch Tilgung aus der starken Liquidität einerseits und Erhöhung des wirtschaftlichen Eigenkapitals andererseits nochmals deutlich zu verbessern. Dazu bedarf es bis zum 30. September 2021 eines erweiterten Kontokorrentrahmens von 5 Mio. Euro, der durch die mündliche Zusage eines Kreditinstituts bereits sichergestellt ist, und der Zustimmung der Anleihegläubiger zur Verlängerung der Anleihe in Höhe von 12,5 Mio. Euro bis 2026.

Dass vor solch einem positiven Hintergrund und aus der Position der Stärke heraus zu einer Abstimmung ohne Versammlung eingeladen wird, dürfte eine Premiere sein. Die VEDES wählt diesen Weg, um im Dialog mit ihren Anleihegläubigern gemeinsam die Finanzierungsstruktur zukunftsstark aufzustellen, den Kapitalmarktzugang wirksam zu erhalten sowie weiterhin eine attraktive und börsennotierte Investitionsmöglichkeit zu bieten. Über die Börsennotierung behalten die Investoren jederzeit die volle Entscheidungs- und Handlungsfreiheit über ihr Investment, die nun durch die „völlig andere Anleihegläubigerversammlung“ und den damit einhergehenden Dialog zusätzlich erweitert wird.

 

Kontakt für Rückfragen:

Frank Ostermair, Linh Chung
Better Orange IR & HV AG
Tel.: 089/8896906-25
E-Mail: vedes@better-orange.de

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