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2.GLÄUBIGERVERSAMMLUNG

Die 2. Gläubigerversammlung der Inhaber der 25 Mio. Euro 5,0 % Schuldverschreibungen 2017/2022 der VEDES AG (ISIN: DE000A2GSTP1) hat am 29. September 2021 in Nürnberg mit der erforderlichen qualifizierten Mehrheit der abgegebenen Stimmen beschlossen, die Laufzeit der Anleihe bis zum 17. November 2026 zu verlängern (Zustimmung von 99,53 %) und gleichzeitig den Zinssatz auf 3,5 % p.a. (Zustimmung von 99,30 %) zu ändern. Zusätzlich wurden die Bedingungen der vorzeitigen Rückzahlung nach Wahl der VEDES angepasst (Zustimmung von 98,90 %). Von den ausstehenden stimmberechtigten Anleihen im Nominalwert von 25 Mio. Euro waren Anleihen im Wert von nominal 6,606 Mio. Euro vertreten, was einer Präsenz von 26,424 % entsprach und damit über dem erforderlichen Quorum von 25 % lag.

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Hintergrund der 2. Gläubigerversammlung:

Die VEDES verfügt dank eines vorausschauenden und erfolgreichen Managements der Pandemie-Auswirkungen weiterhin über ein starkes wirtschaftliches Fundament, das durch eine stille Beteiligung der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH (BayBG) in Höhe von 5 Mio. Euro weiter verbessert werden soll. Dazu ist geplant, die bestehende 25 Mio. Euro Anleihe 2017/2022 auf einen Nennbetrag von 12,5 Mio. Euro zu reduzieren und zu einem angepassten Zinssatz von 3,5 % p.a. bis 2026 zu verlängern. Hierbei soll der bewährte Zugang zum Kapitalmarkt erhalten bleiben. Bis spätestens zum 17. November 2021 soll das ausstehende Volumen entweder durch eine Teilrückzahlung oder durch einen Teilrückerwerb auf 12,5 Mio. Euro reduziert werden. Vor diesem Hintergrund erfolgt zunächst vom 3. September 2021 bis zum 20. September 2021 ein auf einen Nennbetrag von 12,5 Mio. Euro beschränktes freiwilliges öffentliches Rückerwerbsangebot der VEDES AG an die Gläubiger der Anleihe 2017/2022, das unter der aufschiebenden Bedingung steht, dass die 2. Gläubigerversammlung der Prolongation der Anleihe 2017/2022 bis 2026 zustimmt (weitere Informationen in der Rubrik „Rückerwerbsangebot“ erhältlich). Sollte das Rückerwerbsangebot nicht vollumfänglich angenommen werden, behält sich das Unternehmen für den Restbetrag eine entsprechende vorzeitige Teilkündigung vor.

Gute Gründe für eine Verlängerung Ihres Investments bis 2026 zu 3,5 % p.a.:

Starkes wirtschaftliches Fundament

Die VEDES hat im Zuge der Corona-Pandemie frühzeitig erfolgreiche Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Sicherung der Liquidität in die Wege geleitet. Durch eine signifikante Reduzierung des Warenbestandes konnte der operative Cashflow im Geschäftsjahr 2020 deutlich von 5,7 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro gesteigert werden. Die Zahlungsmittel erhöhten sich von 7,2 Mio. Euro auf 19,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2020. Zudem bestanden keine Bankverbindlichkeiten. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg von 6,9 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro. Ohne die bilanzielle, nicht liquiditätswirksame Firmenwert-Abschreibung im Großhandel in Höhe von 4,2 Mio. Euro hätte die VEDES nicht nur ein deutlich positives operatives Ergebnis, sondern auch ein signifikant positives Jahresergebnis 2020 von 3,3 Mio. Euro erzielt.


Im 1. Halbjahr 2021 konnte die VEDES die Planungen und die Vorjahreswerte deutlich übertreffen. Auf Basis vorläufiger Zahlen nahm der Umsatz um rund 15 % auf 66,0 Mio. Euro zu, während sich das Ergebnis vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 4,0 Mio. Euro verdoppelte. Das Halbjahresergebnis verbesserte sich auf 1,0 Mio. Euro. Zum 30. Juni 2021 verfügte die VEDES über freie liquide Mittel in Höhe von 13,5 Mio. Euro.


Intakte Wachstumspotenziale im resilienten Spielwarenmarkt

Einmal mehr erweist sich die Spielwarenbranche im Vergleich zu anderen Handelsbranchen als krisenresistent. Das wird auch in Zukunft so bleiben, denn am Kind wird zuletzt gespart. Die VEDES wird im Rahmen ihrer Omnichannel-Strategie die Digitalisierung im mittelständischen Spielwarenfachhandel weiter vorantreiben. Hier wirkt die Pandemie eindeutig als Evolutionsbeschleuniger. Pandemiebedingte Änderungen des Konsumentenverhaltens können heute und in Zukunft für den Spielwarenmarkt und die VEDES sogar zusätzliche positive Impulse auslösen. Nachdem die VEDES 2020 weiterhin einen operativen Gewinn erzielte, wird das Unternehmen 2021 die operative Ertragskraft erneut steigern und in die Gewinnzone zurückkehren. Darüber hinaus bleiben die mittelfristigen Geschäftsaussichten positiv, so dass das Ergebnis in den kommenden Jahren deutlich und nachhaltig wachsen wird.



Langfristige stille Beteiligung der BayBG bietet die strategische Chance einer zusätzlichen deutlichen Stärkung der Eigenkapitalbasis

Die stille Beteiligung der BayBG ist nachrangig zu den Ansprüchen der anderen (erstrangigen) Gläubiger der VEDES AG (somit auch der Inhaber der Anleihe 2017/2022) und daher als wirtschaftliches Eigenkapital qualifiziert. Dadurch bietet sich dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Kapitalkraft zu stärken und seine Bonität weiter zu verbessern. Mit der BayBG gewinnt die VEDES einen renommierten und erfahrenen Finanzierungspartner, der sich langfristig bis zum 31. Dezember 2028 und somit deutlich über die geplante neue Anleihelaufzeit hinaus verpflichtet hat.

Die Finanzierungszusage der BayBG steht unter dem Vorbehalt, dass der VEDES ein erweiterter Kontokorrentrahmen von insgesamt 5 Mio. Euro zur Verfügung steht und dass die ausstehende Anleihe 2017/2022 in Höhe von 12,5 Mio. Euro bis zum 17. November 2026 verlängert wird. Sollten diese Bedingungen nicht bis zum 30. September 2021 erfüllt sein, steht der BayBG ein Rücktrittsrecht vom Vertrag zu.

Den Kontokorrentrahmen betreffend liegt bereits die Zusage eines Kreditinstituts vor. In Bezug auf die 5,0 % Anleihe 2017/2022 schlägt der Vorstand den Gläubigern eine Verlängerung der Laufzeit zu einem angepassten Zinssatz von 3,5 % p.a. und sonst gleichen Anleihebedingungen – insbesondere unter Beibehaltung der Sicherheit – bis zum 17. November 2026 vor. In diesem Zusammenhang verpflichtete sich die VEDES, bis spätestens zum 17. November 2021 (vorbehaltlich einer Verlängerung) den Nennbetrag der Anleihe entweder durch Teilrückzahlung oder durch einen Rückerwerb von aktuell 25 Mio. Euro auf 12,5 Mio. Euro zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund erfolgt vom 3. September 2021 bis zum 20. September 2021 ein freiwilliges öffentliches Rückerwerbsangebot (weitere Informationen in der Rubrik „Rückerwerbsangebot“ erhältlich).


 Weiterhin attraktive Anlagemöglichkeit für die bestehenden Anleihegläubiger

Die sehr komfortable Liquiditätslage gibt der VEDES die Möglichkeit, ihre 25 Mio. Euro Anleihe 2017/2022 vorzeitig teilweise zurückzuzahlen. Das Unternehmen verfügt über eine makellose Kapitalmarkt-Historie und möchte sich den bewährten Zugang zum Kapitalmarkt auch weiterhin erhalten. Daher beschränkt sich die VEDES ganz bewusst auf eine Reduzierung des ausstehenden Nennbetrags der Anleihe um 50 %, während die Laufzeit für die entweder durch eine Teilrückzahlung oder durch einen Teilrückerwerb verbleibenden 12,5 Mio. Euro um weitere vier Jahre bis 2026 verlängert werden soll. Dadurch will das Unternehmen den bestehenden Anleihegläubigern im aktuellen Negativzinsumfeld eine weiterhin attraktive Anlagemöglichkeit bieten.

Die geplante Anpassung des Kupons steht im Einklang mit der kontinuierlichen Verbesserung des Chance-Risiko-Profils der VEDES, mit der spürbaren Stärkung der Eigenkapitalbasis und stetig abnehmenden Finanzierungskosten (Anleihen-Zinssätze) in der langjährigen Kapitalmarkthistorie der VEDES sowie mit der tatsächlichen durchschnittlichen Rendite der Anleihe 2017/2022 während des vergangenen Jahres bei Kursen deutlich oberhalb von 100 %.


„Anleihegläubigerversammlung mal völlig anders“

Die VEDES verfügt bereits über ein starkes wirtschaftliches Fundament, das durch die stille Beteiligung der BayBG eigenkapitalseitig nochmals deutlich verbessert wird. Das Unternehmen ist in keiner Weise von dieser Finanzierung abhängig, denn sie wird auch ohne die stille Beteiligung der BayBG das Ergebnis in den kommenden Jahren signifikant und nachhaltig steigern. Allerdings soll diese Chance auch im Sinne der Anleihegläubiger und der dann weiterhin börsennotierten Anleihe im reduzierten Volumen von 12,5 Mio. Euro genutzt werden, um das Chance-Risiko-Profil durch Tilgung aus der starken Liquidität einerseits und Erhöhung des wirtschaftlichen Eigenkapitals andererseits nochmals deutlich zu verbessern. Zur Umsetzung der  vorgeschlagenen Maßnahmen bedarf es der Zustimmung der Anleihegläubiger.

Dass vor solch einem positiven Hintergrund und aus der Position der Stärke heraus zu einer Anleihegläubigerversammlung eingeladen wird, dürfte eine Premiere sein. Die VEDES wählt diesen Weg, um im Dialog mit ihren Anleihegläubigern gemeinsam die Finanzierungsstruktur zukunftsstark aufzustellen, den Kapitalmarktzugang wirksam zu erhalten sowie weiterhin eine attraktive und börsennotierte Investitionsmöglichkeit zu bieten. Über die Börsennotierung behalten die Investoren jederzeit die volle Entscheidungs- und Handlungsfreiheit über ihr Investment, die nun durch die „völlig andere Anleihegläubigerversammlung“ und den damit einhergehenden Dialog zusätzlich erweitert wird.


Kontakt für Rückfragen:

Frank Ostermair, Linh Chung
Better Orange IR & HV AG
Tel.: 089/8896906-25
E-Mail: vedes@better-orange.de

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